Die häufigste Krebsart bei jungen Männern — zugleich aber eine mit der höchsten Behandlungserfolgsrate. Der Weg zur Früherkennung: die Selbstuntersuchung.
Hodenkrebs ist ein Krebs, der aus dem Hodengewebe entsteht, das Spermien und das männliche Hormon produziert. Anders als viele andere Krebsarten ist er am häufigsten bei jungen Männern im Alter von 15–40 Jahren.
Die wichtigste Botschaft lautet: Hodenkrebs ist eine der am besten behandelbaren Krebsarten. Früh erkannt ist die Heilungsrate sehr hoch; selbst wenn sich die Erkrankung ausgebreitet hat, wird mit modernen Behandlungen ein hoher Erfolg erzielt. Deshalb verändert es alles, früh Hilfe zu suchen, statt es aus Angst aufzuschieben.
Das häufigste Symptom des Hodenkrebses ist eine schmerzlose Verhärtung oder Schwellung im Hoden. Deshalb ist die einmal monatlich von jungen Männern durchgeführte Hoden-Selbstuntersuchung die wirksamste Methode zur Früherkennung.
Die Hoden sind Organe, die Spermien und Testosteron produzieren. Krebs beginnt meist in einem einzelnen Hoden als schmerzlose Masse; deshalb ist die Selbstuntersuchung von großer Bedeutung.
Jede neu auftretende Veränderung am Hoden sollte abgeklärt werden. Das Fehlen von Schmerzen macht sie nicht unwichtig — im Gegenteil, das ist typisch.
Eine tastbare, schmerzlose Verhärtung oder ein Knoten im Hoden — das häufigste und wichtigste Symptom.
Ein Hoden, der sich im Vergleich zum anderen vergrößert oder in seiner Form verändert.
Ein Gefühl von Fülle oder Schwere im Hodensack.
Ein leichtes, dumpfes Ziehen oder Unbehagen im Unterbauch oder in der Leiste.
Eine plötzliche Flüssigkeitsansammlung im Hodensack (eine hydrozelenartige Schwellung).
In manchen Fällen kann eine Empfindlichkeit im Hoden oder im Brustbereich auftreten.
Die Diagnose des Hodenkrebses ist schnell. Bei Verdacht ist der erste und wichtigste Schritt der Ultraschall.
Die Merkmale der Masse im Hoden werden mit der Hand beurteilt; ein verdächtiger Befund startet die weitere Abklärung.
Der Hoden-Ultraschall ist die wichtigste erste Bildgebung, die Vorhandensein und Merkmale der Masse zeigt.
Blutmarker wie AFP, Beta-hCG und LDH helfen bei Diagnose, Typ und Nachsorge.
Nach der Diagnose erfolgt das Staging mit der Tomographie, um zu bestimmen, ob sich die Erkrankung ausgebreitet hat.
Die häufigsten Fragen zur Selbstuntersuchung, Fruchtbarkeit und zum Behandlungserfolg.
Führen Sie sie einmal im Monat durch, idealerweise nach einer warmen Dusche (wenn der Hodensack entspannt ist). Rollen Sie jeden Hoden sanft zwischen Daumen und den anderen Fingern. Sie achten auf eine schmerzlose Verhärtung, einen Knoten oder eine Veränderung von Größe/Konsistenz. Wenn Sie eine neue Veränderung bemerken, suchen Sie ohne Verzögerung Hilfe.
Nein. Viele gutartige Ursachen wie eine Zyste, eine erweiterte Vene (Varikozele) oder eine Entzündung können ebenfalls eine tastbare Veränderung erzeugen. Doch nur Untersuchung und Ultraschall können den Unterschied erkennen. Deshalb ist es wichtig, sich abklären zu lassen, statt zu „warten".
Meist nein. Der andere gesunde Hoden kann die Hormon- und Spermienproduktion fortsetzen; Sexualfunktion und Fruchtbarkeit bleiben bei den meisten Patienten erhalten. Dennoch kann vor der Behandlung die Option des Spermien-Einfrierens (Banking) zum Erhalt der Fruchtbarkeit besprochen werden.
Ja. Hodenkrebs ist eine der Krebsarten, bei denen die moderne Onkologie am erfolgreichsten ist. Die Heilungsrate im Frühstadium ist sehr hoch; selbst wenn sich die Erkrankung ausgebreitet hat, sind die Erfolgsraten dank des guten Ansprechens auf die Chemotherapie hoch.
Das ist ein sehr häufiges Gefühl, doch das Aufschieben ist das größte Risiko. Die Abklärung ist vertraulich, schnell und weitgehend schmerzlos. Früh Hilfe zu suchen, macht die Behandlung einfacher und verschafft Ihnen Gewissheit. Das ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.
Hodenkrebs ist eine der Krebsarten mit der höchsten Heilungsrate bei frühem Handeln. Lassen Sie uns eine von Ihnen bemerkte Veränderung vertraulich abklären. Für ein Vorgespräch können Sie uns über WhatsApp erreichen.