Er verläuft meist stumm und wird oft zufällig bei einer aus anderem Grund durchgeführten Bildgebung entdeckt. Früh erkannt lässt er sich unter Erhalt der Niere behandeln.
Nierenkrebs entsteht, wenn sich Zellen im Nierengewebe unkontrolliert vermehren. Der häufigste Typ bei Erwachsenen ist das „Nierenzellkarzinom". Der Krebs beginnt meist als einzelne Masse (Tumor).
Das auffälligste Merkmal des Nierenkrebses ist, dass er oft überhaupt keine Symptome verursacht. Heute werden die meisten Nierenkrebse zufällig bei einer wegen einer anderen Beschwerde durchgeführten Ultraschall- oder Tomographieuntersuchung entdeckt. Das ist auch eine gute Nachricht: zufällig entdeckte Tumoren sind meist klein und in einem frühen Stadium.
Bei kleinen, auf die Niere begrenzten Tumoren ist es möglich, nur den tumortragenden Teil zu entfernen (nierenerhaltende Chirurgie) statt der ganzen Niere. Dieser Ansatz erhält die Nierenfunktion.
Die Nieren sind lebenswichtige Organe, die das Blut filtern und Urin produzieren. Krebs beginnt meist als einzelne Masse im Nierengewebe; im Frühstadium kann der gesunde Teil der Niere erhalten werden.
Im Frühstadium gibt es meist keine Symptome. Die klassische Trias (Flankenschmerz, Blut im Urin, tastbare Masse) sieht man heute selten und nur bei fortgeschrittener Erkrankung.
Sichtbares oder bei der Urinanalyse nachgewiesenes Blut ist ein Befund, der abgeklärt werden muss.
Anhaltende, dumpfe Schmerzen in der Flanke; können bei fortgeschrittenen Tumoren auftreten.
Eine mit der Hand im Bauch oder in der Flanke gefühlte Schwellung ist meist ein Befund fortgeschrittener Erkrankung.
Unerklärliche Müdigkeit und ungewollter Gewichtsverlust gehören zu den allgemeinen Symptomen.
Langanhaltendes Fieber unbekannter Ursache und Anämie können ihn begleiten.
Das häufigste Szenario ist die zufällige Entdeckung bei der Bildgebung, ohne jegliche Symptome.
Bei der Diagnose des Nierenkrebses ist die Bildgebung entscheidend. Meist wird die Behandlung anhand der Bildbefunde geplant, ohne dass eine Biopsie nötig ist.
Eine Masse in der Niere fällt meist erstmals im Ultraschall auf — oft während er aus einem anderen Grund durchgeführt wird.
Ob die Masse Krebs ist, ihre Größe und Ausbreitung werden mit der Kontrasttomographie beurteilt.
Bei Bedarf klärt das MRT die Merkmale der Masse und ihre Beziehung zu benachbarten Strukturen.
In notwendigen Fällen werden die Lunge und andere Regionen beurteilt, um das Stadium der Erkrankung zu bestimmen.
Die häufigsten Fragen zur nierenerhaltenden Chirurgie, zum Leben mit einer Einzelniere und zur Nachsorge.
Nein. Besonders bei kleinen und günstig gelegenen Tumoren wird nur der tumortragende Teil entfernt (partielle Nephrektomie) und der gesunde Teil der Niere erhalten. Die Entfernung der ganzen Niere wird nur bei Notwendigkeit bevorzugt.
Ja. Eine gesunde Niere kann den Bedarf des Körpers weitgehend decken. In Fällen, in denen die Niere entfernt werden muss, übernimmt die verbleibende Niere die Funktion, und die meisten Patienten führen ein normales Leben.
Nein. Ein Teil der bei der Bildgebung entdeckten Nierenmassen ist gutartig (z. B. eine einfache Zyste, ein Angiomyolipom). Ob die Masse Krebs ist, wird nach ihren Merkmalen beurteilt; manchmal reicht allein die Nachsorge.
Ja, in geeigneten Fällen. Die Nierenkrebs-Operation kann mit laparoskopischen oder robotischen Methoden durch kleine Schnitte erfolgen. Das bedeutet weniger Schmerzen und schnellere Erholung. Die Eignung hängt von den Merkmalen des Tumors ab.
Ja. Nach der Behandlung erfolgt die Nachsorge mit regelmäßiger Bildgebung und Kontrollen, um einen Rückfall oder ein neues Problem früh zu erkennen. Der Nachsorgeplan wird nach dem Stadium des Krebses individuell gestaltet.
Eine bei der Bildgebung entdeckte Nierenmasse kann mit der richtigen Abklärung oft unter Erhalt der Niere behandelt werden. Für ein Vorgespräch können Sie uns über WhatsApp erreichen.